ArIL-F

ArIL-F steht als Akronym für „Architecting the IT-Landscape-Framework“ und ist eine Sammlung von Methoden, Prinzipien und Praktiken, die das taktische EAM benötigt, um die Anwendungslandschaft des Unternehmens effizient, fachlich und methodisch zu gestalten und weiterzuentwickeln.

Entstanden ist ArIL-F aus der erlebten Berufspraxis von erfahrenen Enterprise Architekten, die selbst die Verantwortung für die Gestaltung der Anwendungslandschaft in ihrem Unternehmen haben. Erleben Sie diese Erfahrung in unseren Schulungs- und Coaching-Angeboten.


ArIL-F ist das Rahmenwerk mit den Werkzeugen für das taktischen EAM. Es wurden immer nur die Elemente aufgenommen, die sich in der Unternehmenspraxis als erfolgreich erwiesen haben. Eine wesentliche Eigenschaft ist, dass es neben einer Methode, WIE gearbeitet wird, auch ganz konkrete inhaltliche Prinzipien und Regeln mitbringt, WIE Anwendungslandschaften gestaltet werden sollten.

Die wichtigsten Eigenschaften:

Anwendungslandschaft: ArIL-F dient der Gestaltung der Anwendungslandschaft, nicht einzelner IT-Lösungen oder Technologien.

Fachlich: Die Anwendungslandschaft wird in ArIL-F rein fachlich beschrieben, um sicherzustellen, dass sie das Unternehmen fachlich optimal unterstützt, bevor technische Lösungen beschafft werden.

Methodisch: Die Beschreibungen und Modellierungen von ArIL-F sind fachlich so strukturiert, dass Vorgaben an die Lösungsfindung erstellt werden können.

Gestalten: ArIL-F enthält Gestaltungsprinzipien für Anwendungslandschaften, die präzise Hilfestellung zur Gestaltung „guter“ Anwendungslandschaften.

Effizienz: ArIL-F ist auf Effizienz in der Zusammenarbeit mit den Fachbereichen und in der kurzen Phase des taktischen EAM ausgelegt.


ArIL-F besteht aus fünf eng aufeinander abgestimmten Komponenten.

  • ArIL-M: Das Meta-Modell legt die Begriffe verbindlich fest, mit denen im taktischen EAM gearbeitet wird. Außerdem bildet es die begriffliche Brücke zu den „benachbarten“ IT-Disziplinen, um eine gemeinsame Sprache festzulegen.
    Die im Meta-Modell enthaltenen und sehr präzisen Beziehungen der Begriffe untereinander dienen zum einen zur Einbettung der Begriffe in ihren jeweiligen fachlichen Kontext und zum anderen geben sie uns auch erste Hinweise auf „gute“ oder „schlechte“ Architekturen. 

  • ArIL-V: Die Komponente der Visualisierungssprache enthält alle Regeln, wie die ArIL-F-Ergebnisse visuell dargestellt werden. Diese Regeln enthalten präzise Beschreibungen von allen zu visualisierenden Sachverhalten, die für die Weiterentwicklung von Anwendungslandschaften auf Basis der vier Kernfragen des taktischen EAM benötigt werden. 
    Die präzise Einhaltung dieser Visualisierungsregeln ist wesentliche Voraussetzung dafür, dass ArIL-F-Modelle verstanden, nachhaltig dokumentiert und mit verschiedenen Menschen gemeinsam erarbeitet werden können.

  • ArIL-P: Die Komponente enthält die wichtigsten Gestaltungsprinzipien für Anwendungslandschaften und die darin enthaltenen Anwendungen und Informationsflüsse.
    Die Gestaltungsprinzipien sind in jedem Unternehmen anwendbar, sollten auch immer eingehalten werden, sind aber trotzdem nicht immer umsetzbar. Die Realität (im Unternehmen) folgt eben nicht immer den Prinzipien, die sich Architekten gesetzt haben. Dennoch bieten diese Gestaltungsprinzipien die Grundlagen, die zu einer „guten“ Architektur führen.

  • ArIL-B: Eine Methode wie ArIL-F kann nicht deshalb erfolgreich sein, weil sie in einem Buch steht und ein paar Architekten sie gelernt haben. Sie muss im praktischen Einsatz funktionieren und dem Unternehmen einen Nutzen bringen. Damit die übergreifenden Facharchitekten mit ihrer Arbeit mit ArIL-F erfolgreich sein können, müssen bestimmte Rahmenbedingungen erfüllt sein. Sie müssen einen bestimmten Satz an Fähigkeiten haben und bestimmte Aufgaben ausüben. 
    Die Komponente ArIL-B beschreibt konkrete und umsetzbare Best Practises, die über die reine Arbeit mit der Methode ArIL-F hinausgehen und dazu beitragen, mit ArIL-F erfolgreich zu sein. Insbesondere ist darin auch enthalten, welche Fähigkeiten und Aufgaben übergreifend arbeitende Facharchitekten haben sollten.

  • ArIL-O: Übergreifendes Facharchitekturmanagement steht im Kontext anderer IT-bezogenen Disziplinen, mit denen eine gute Zusammenarbeit notwendig ist. Fähigkeiten mit sehr engen Zusammenhängen sind Projektportfoliomanagement, IT-Projektmanagement, Business-Analyse und Informationsarchitektur und andere Teildisziplinen des Enterprise Architektur Management.
    Die Komponente beschreibt die Zusammenarbeit und Organisation des übergreifenden Facharchitekturmanagements mit diesen Fähigkeiten.

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